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Ruhiger, aber fester Sommermarkt
Im Juli war die Preissetzung in den einzelnen Regionen und bei den einzelnen Werken – genau wie im Vormonat – recht unterschiedlich. Während im Juni die Preise sehr uneinheitlich waren, haben im Juli Preisanpassungen von etwa -30 bis +15 Euro pro Tonne das Preisbild vereinheitlicht. Aufschläge zahlten einige wenige Werke, insbesondere für den im Moment von vielen Verbrauchern begehrten und dadurch knapper werdenden Neuschrott. Bei den im weiteren Verlauf des Monats abgeschlossenen Verträgen zeigten sich die Schrottanbieter schrittweise immer weniger zu Preiszugeständnissen und weiteren Verkäufen bereit. Bei Lieferanten und Abnehmern setzte sich die Erkenntnis, dass im Juli wohl der Tiefpunkt bei den Preisen erreicht wurde.
Der norddeutsche Markt stand unter dem Einfluss der guten Exportmöglichkeiten in die Türkei sowie dem seit drei Monaten erhöhten Schrottbedarf eines Verbrauchers an der Küste. Dieser ersetzt Eisenschwamm durch vergleichsweise günstigen Schrott. Die Notierungen reichten von unverändert bis zu einem Abschlag von 15 Euro pro Tonne. Auf dem süddeutschen Markt musste der Handel je nach Werk Abschläge von 20 bis 40 Euro pro Tonne hinnehmen, da unter anderem ein Ausweichen auf den italienischen Markt wie im vergangenen Monat nicht möglich war. Den Zukauf von Altschrotten reduzierten beispielsweise auch die Lechstahlwerke, weil dort auf Grund von Absatzproblemen im Betonstahlsegment verstärkt höherwertige Produkte auf der Basis von Neuschrotten produziert werden.
Die ostdeutschen Werke kauften je nach Bedarf und Niveau des Vormonats den Schrott zu unveränderten Preisen aber auch mit Abschlägen von bis zu 30 Euro pro Tonne ein. Absatzprobleme einzelner Werke sowie ferienbedingte Stillstände reduzierten insgesamt den Zukaufbedarf bei deutschen Anbietern. Bedeutend war hingegen der Schrottzufluss aus Polen. In Polen selbst waren die Schrottabsatzmöglichkeiten saisonal bedingt sehr schwach und die von deutschen Abnehmern gezahlten Preise führten zu einer hohen Lieferbereitschaft polnischer Schrottanbieter. Die Attraktivität des tschechischen Marktes war dagegen geringer, da einige deutsche Verbraucher großes Kaufinteresse zeigten und der tschechische Markt schnell fester wurde ...
Redaktionsschluss 21.07.2010, von BG-J/bvse
Den kompletten Schrottmarktbericht sowie die Marktberichte zu Altglas, Altpapier und Kunststoff lesen Sie in der aktuellen SEKUNDÄR-ROHSTOFFE Ausgabe.
Derzeit im EU-Recycling ePaper zu lesen:
Scrap Metal Market Report June 2010 A Market Lacking in Transparency
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